„Ich konnte mir den Rückflug nicht leisten“

Nimmt mir jemand die Begründung nochmal ab? Ich auch nicht. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Rückflüge sehr viel billiger gewesen wären, als die Bummelei über Land. Aber tatsächlich war der Preis des Rückfluges an der Entscheidung beteiligt. Urlaub von kurz nach Weihnachten bis in die erste Januarwoche können sich wohl einige nehmen, dementsprechend sind viele unterwegs und für Spätbucher wie uns die Preise etwas hoch; oder nur noch beknackte Verbindungen. Mehr zum Spaß habe ich bei Bahn.de nach einer Zugfahrt Málaga-München gesucht. Die gibt es. 30 Stunden, zweimal Umsteigen, und dabei sieben Stunden Aufenthalt in Paris. Von 23:30 bis 06:30. Echt? 7 Stunden sind Kacke, aber 47 Stunden hören sich schon besser an. Und wo muss man noch umsteigen? Barcelona. War ich auch noch nicht (na ja, meine Mutter hat mich belehrt, dass ich als Siebenjähriger schon mal dort war – ähnlich verhält es sich übrigens mit Paris aus touristischer Sicht). Und so wurde aus der Idee ein Plan. Ein paar Tage Nahe Málaga, dann nach Barcelona, ein paar Tage dort, dann weiter nach Paris, dort auch kurz Halt machen, und dann wieder nach Deutschland zurück.

An der Costa del Sol mache ich dasselbe wie 2008 und 2021 – ich miete ein Auto und fahre damit ‚down memory lane‘. A bisserl frühe Kindheit (Grundschule in den Bergen über Marbella), Treffen mit bestem Freund aus eben dieser Grundschule, aber auch der Besuch von Restaurants, die wir 2021 für gut befunden haben. Auch in Mijas Pueblo mache ich halt, in den späten siebzigern ein verschlafenes Bergdorf wo man als Kind Esel reiten konnte.

Also steige ich am Samstagvormittag in einen Iryo Zug in Málaga ein und fahre mit knapp 300 km/h über Madrid nach hier, Barcelona. Zwei ganze Tage, am Dienstag geht’s dann mit dem TGV nach Paris, dort tatsächlich 47 Stunden, und dann nach München, vielleicht mit Halt in Stuttgart.

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