Versprengtes / Fazit zu Marokko:

Sprachen

Insgesamt ist der Urlaub ein rechtes Sprachchaos. Es fängt mit unserer Gruppe an: Alle können gut Englisch, aber je nachdem wer gerade mit wem spricht, wechseln wir auch ins Deutsche, Spanische, Französische, Estnische (Ich kann mich mit „Aitäh“ bei Diana bedanken), Arabisch, Tamachek und Russisch. Bei den Marokkanern ist es ähnlich. Arabisch, klar. Aber dass alle Marokkaner Französisch können stimmt so nicht. Eher die Älteren und die gebildeteren. Wer im Tourismus arbeitet, spricht eher Englisch oder Spanisch. Öfters habe ich mir eine Frage auf Französisch zurechtgelegt, nur dass mich der Kollege bittet, doch Englisch zu sprechen. Einmal fragen die Mädels, woher der Verkäufer Spanisch kann – er hat bis zur Hochzeit viel spanisches Radio gehört; nun hört er hauptsächlich Wife-Radio. Auch etwas Deutsch können manche – ich versuche oft die Tourismus-Anbandel-Frage „where are you from?“ mit breitem bayrisch zu beantworten, in der Hoffnung dass der Verkäufer ablässt, aber nein, er hat einen Cousin in Sindelfingen und antwortet mit „Deutschland, Gut, Wie geht es Dir?“ Und dann gibt es noch die Berbersprache Tamachek, und offensichtlich noch zwei weitere; dazu das witzige Alphabet Tamazight. Seit dem Tod von Hassan II ist Marokko mit den Berbern viel toleranter, und viele Schilder sind dreischriftig.

Vielleicht wundert sich der eine über die verschiedenen Schreibweisen: „Fes/Fez Marrakesch/Marrakech“ Die kommen natürlich aus den verschiedenen Sprachen, in die „فاس مراكش“ übersetzt wurde.

Mittelerde und Gandalf der Graue

Fans vom Herr der Ringe kommen in Marokko auch auf ihre Kosten – einige Namen hören sich an, als hätte sie JRR Tolkien erfunden, wie zB die Stadt Tinghir. Und dann gibt es natürlich die Kaftane, die wirklich getragen werden, und nicht nur an Touristen verkloppt werden. Mit zipfeliger Kapuze denkt man sich oft: „Ah, da ist gerade Gandalf der Graue“. Aber es gibt noch andere Gandalfs: Braune, schwarze und gestreifte.

Fazit

Marokko ist toll.

Etwas ausführlicher: Ich hatte keine riesigen Erwartungen an Marokko, und das sind beste Voraussetzungen für eine Über-Erfüllung. Der Kontrast zwischen verwinkelten Altstädten, historischen Gebäuden, den Souks und dann die grandiosen Landschaften auf der anderen Seite ist gigantisch. Für Frank und mich war die Temperatur sehr gut, auch wenn man nachts mal die Heizung im Zimmer angelassen hat. Die Leute freundlich, das Essen gut (keine Michelin Sterne, aber dennoch lecker). Ich kann’s jedem empfehlen.

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